Sonntag, 6. September 2009

We all sleep alone?

Nehmen wir also mal an, dass sich diese Gesellschaft mittlerweile idealtypisch durch das Streben nach völliger Individualisierung und Selbstverwirklichung definiert. Da wirft sich doch die Frage auf, wo der Raum für wirkliche Zweisamkeit bleibt.

Ist der moderne Mensch ein Einzelkämpfer? Ein Einzelschicksal?

Jedwede Kritik an dieser Entwicklung liegt mir natürlich fern. Als Unverständnis könnte man es eher bezeichnen.
Sehnen sich nicht viele Menschen nach Nähe und Geborgenheit?
Lässt sich dieses Sehnen, dieser eigentlich tief im Wesen eines jeden verwurzelten Wunsch mit unserer schon beinahe absoluten Individualisierung vereinbaren?

Wie kann ich jemanden nachts im Arm halten, der lieber allein schläft?


Edit: Einst sang die mittlerweile ganz schön in die Jahre gekommene Cher (Teile von ihr werden 55) ihr Lied „We all sleep alone“.
Sie liegt damit eigentlich ganz richtig. Zusammen liegen, sich halten, sich Nähe geben und schließlich einschlafen kann man zusammen. Aber man schläft letztendlich doch immer allein.

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